Blaumeise (Cyanistes caeruleus) im Flug, Bad Hersfeld, Hessen, Deutschland, Europa

Leicht werden

und mit Leichtigkeit Wirkung sein

Wie geht Leichtigkeit, wenn alles so schwer erscheint und jeder Blick ins Internet neue Sorgen und Ängste entzündet?

Wie geht weniger essen, wenn es so viel zu Essen gibt?

Wie geht schweigen, wenn es doch soviel zu sagen gäbe?

Wie geht Eindruck fasten, wenn so viel gesprochen und geschrieben wird, was wichtig scheint?

Anhalten

Sich klar machen: die überbordenden Gedanken schwächen –  und zwar uns selbst.

Sorgen schwächen die eigene Mitte,  Ängste die Nierenenergie, Ärger schwächt die Leberenergie, und viele Eindrücke verwirren das Herz.

So lässt sich gar nichts bewirken. So wird alles nur schlimmer.

Innehalten

Was ist jetzt? Was ist genau hier in diesem Moment? Wie fühlt sich der Körper jetzt an. Blockiert, gestaut, beschwert? Dann erst einmal Tapetenwechsel: frische Luft, Spaziergang, Bewegung, Meditation, Nichts tun und nichts denken. Dabei einen Spaziergang machen. Schlendern. Schlendern ist gehen ohne Ziel, nur den eigenen Füßen nach folgen. Und zwar als Selbstzweck.

Oasen pflegen

Es gibt sie! Es können ganz kleine oder sehr große Oasen sein. Für die eine ist das Museum die Oase oder die Kunsthalle, für die andere ist es der Tanzboden, der Liebhaber, der Tuschkasten, die einsamen Waldspaziergänge, der Malkurs, die Tantragruppe oder der Tauchgang in der kalten Ostsee.

Was sind deine Oasen? Denk genau nach. Lass dir Zeit.

Manche Oasen sind vielleicht völlig überwuchert und es braucht etwas Zeit und Muße, damit sie wieder eine erfrischende Quelle werden.

Oasen erkennt man daran, dass sie Selbstzweck sind, und sie bringen auch nichts ein. Oasen haben eine Quelle, die uns seelisch nährt.

Oasen erkennen

Woran lassen sich Oasen noch erkennen? Dort stellt sich das Gefühl der Leichtigkeit ein. Wir fühlen uns dort unbeschwert und inspiriert. Plötzlich fließen die Ideen und alles erscheint möglich.

Es kann auch sein, dass es Menschen gibt, die wie eine Oase sind. In deren Gegenwart alles leicht und machbar erscheint. Einfach weil sie uns so sein lassen wie wir sind, und weil sie nicht an uns herumzerren.

Transformation

Von der Oase aus gesehen, von dieser inspirierenden Leichtigkeit aus, verwandeln sich die schweren Dinge. Sie geben Gewicht ab.

Ohne diese Schwere  gelingt es wirksam zu sein. So gelingt ein kraftvolles Nein. So gelingt ein beherztes Eingreifen wo es menschlich geboten ist.

Und so gelingt auch die Fastenzeit, egal ob es um Pfunde, Gewohnheiten oder begrenzende Gedanken geht, die davon purzeln werden. Denn die Fastenzeit ist nicht nur dazu da, Gewicht zu verlieren. Es geht um Leichtigkeit.

Es geht darum, die Schwere des Alltags und die der angenommenen Vorstellungen abfallen zu lassen. Dann ist das Weitergehen leicht.

Elixiere für die Fastenzeit und für Leichtigkeit

Elixiere der Kaiserin

  • No 2 – Tee für die kühle Göttin: Reinigung und Klarheit, Fastenzeit, Frühjahrsputz.
    No 3 – Duftelixier: Duft, Freude, Ausstrahlung und Verführung.
    No 4 – Zinnoberelixier, um in die Tiefe zu tauchen: Fastenzeit, Meditation, Klarheit. Schauen was mitgenommen werden kann, alte Reste zurücklassen.
    No 5 – Biegsamer Bambus: gut, um Anforderungen flexibel zu begegnen; macht das Holz geschmeidig, löst Blockaden.
  • No 11 – Die Kaiserin reitet den Drachen: für den zweiten Frühling; Biegsamkeit mit Kühlung.

Von den Schamanenelixieren bieten sich an:
Donner – Das Elixier, das die Augen öffnet: lässt Visionen und neue Möglichkeiten sichtbar werden, besänftigt den Geist, entspannt rebellisches Leber-Yang und stärkt das Yin.
Berg – Die Ratte durchwühlt den Berg: Umsturz und Aufbruch.

Elixiere von Frau Li