bildschirmfoto-2017-01-13-um-21-25-01

Transformation – Wie die persönliche Transformation mit taoistischen Naturprinzipien gelingt. – Teil 1

Transformation – Wie die persönliche Transformation mit taoistischen Naturprinzipien gelingt.

Was ist Transformation?
Eine Transformation ist eine radikale Veränderung (nicht nur des ganzen Menschen und seiner Situation). Die Silbe „Trans“ spricht von einem Übergang, es bedeutet, dass eine andere Ebene oder Dimension und Denkweise erreicht wird. Die Transformation reicht weiter als die Wandlung, sie beinhaltet immer auch eine persönliche Weiterentwicklung.
Ein wesentliches Merkmal der Transformation ist, dass sie geschieht (und nicht gemacht wird) – und dass ihre Entwicklung offen ist. Eine Transformation ist also nicht zielgerichtet.

Taoistische Naturprinzipien lassen sich auf menschliche Herausforderungen übertragen. Und das gilt auch für die Transformation – und jetzt wird es spannend!

1. Am Anfang

Transformation erwünscht: Eine feststeckende Beziehung, eine ungeliebte Arbeit oder eine unpassende Wohnung. Es soll sich etwas ändern! Aber bitteschön kontrolliert und nach Wunsch.

Keine Frage, alles trägt die Wandlung in sich und die Veränderung wird sich Bahn brechen. Der köstlichste Apfel wird nicht so bleiben, wie er ist. Er wird irgendwann gegessen werden oder er wird vergammeln. Wir aber haben zur Wandlung unsere eigenen Wünsche und Vorstellungen. Das eine wollen wir schneller, zum Beispiel reich werden und das andere gar nicht, zum Beispiel altern.

Können wir Wandlungen herbeiführen oder aufhalten?

Schon immer haben Menschen versucht einzugreifen! Wir sehen: Nach den Prinzipien von Yin und Yang wandelt sich alles. Und zwar von einem Extrem zum anderen. Offensichtlich ist das beim Übergang von Tag zur Nacht und vom Herbst zum Winter. Wenn etwas vollkommen ist, wandelt es sich. Im Extrem des Winters ist die Wandlung zum Frühling enthalten. Knospen an den Bäumen zeigen dies.
„Wenn die Nacht am Tiefsten ist, ist der Tag am nächsten“, sangen „Ton, Steine, Scherben“ in den 70ern und knüpften mit ihrem „Revolutionslied“ an alte taoistische Weisheit an. Große Fengshui-Meister rieten, zum Erhalt einer glücklichen Familie einen Raum im Haus unvollkommen und unfertig zu lassen. Damit nicht das perfekte Haus einer Wandlung, nämlich der Zerstörung anheim fallen sollte.

Die Kraft der Transformation nutzen!

Bevor wir etwas nutzen können, ist die Voraussetzung, es vollkommen zu verstehen. Wir erkennen, dass eine Transformation bevorsteht und ergreifen eigene Maßnahmen, um mit dieser Energie zu gehen, statt von ihr zerstört zu werden. (Widerstand, so verständlich er auch wäre, ist zwecklos und ungesund).

Sich für die Transformation bereit machen.
Wer bei einer Veränderung stark und doch flexibel ist, dabei unabhängig bleibt von vergänglichen Dingen und Vergnügungen, wird die Veränderung gut überstehen – und für die persönliche Weiterentwicklung nutzen. Ein gut verwurzelter und biegsamer Baum wird den Sturm überstehen.
Immer war es so, dass es Menschen gab, die von großen Veränderungen profitierten, während andere am Boden zerstört blieben.

Nicht nur das IGing weist darauf hin, dass alles Irdische vergänglich ist und dem Aufstieg der Niedergang folgt. Auch der Dichter Matthias Claudius riet: Häng dein Herz nicht an Vergängliches.

Nullpunkt setzen

Am Anfang bleiben die Kaiserin und der Edle ruhig und gelassen. Überblick verschaffen. Innehalten und Anhalten. Dies entspricht dem Winter, dem Yin Prinzip. Oder einer klaren metallischen Entscheidung. Nach einer Erkenntnis, einem Verlust, Innehalten und Anhalten.

Anhalten ist ein bewusster Akt. Anhalten schafft die Voraussetzung einer Wandlung, schafft die Voraussetzung tatsächlich etwas zu ändern bzw. mit dem Flow zu gehen ohne vorwegzunehmen, wie diese Veränderung aussehen soll. Anhalten schafft die Möglichkeit eigener Schritte, die keine bloße Reaktion sind, sondern getragen sind von innerer Klarheit. Im Anhalten tut sich ein ganz neuer Raum auf.

Das Anhalten, das Innehalten ist mit einer inneren Haltung der Demut, der Gelassenheit, der Akzeptanz, des Stillseins vergleichbar. Verschiedene Weisheitslehren beschreiben, wie man dorthin kommen kann (Meditation, Yoga, Wandern etc.). Es geht aber auch ganz direkt. Durch das Anhalten. Stopp. Jetzt.

Anhalten und dann?

Manchmal spürt man, die Veränderung ist zum Greifen nah und steht unmittelbar bevor. Nur eine dünne Wand trennt uns davon. Das Anhalten ist ein bewusster Schritt. Ein Schritt vor dem Schritt nach außen, hin zur Veränderung. Ein Vor-Schritt, ein echter Fortschritt, der nach außen noch nicht erkennbar ist. Der Edle spricht nicht über seine Pläne. Die Kaiserin schweigt.

Das IGing rät an vielen Stellen, die ersten Schritte gut zu überlegen und zu planen.

Daher geht es jetzt auch hier darum sich warm anzuziehen und zu stärken.

Stark machen für die Wandlung

Durch das Innehalten wächst die Kraft. Eine gute Voraussetzung, ein Sich-Bereit-Machen für die Veränderung.

Hier einige einfache und wirkungsvolle Maßnahmen:

– Gute wärmende Speisen aus dem Backofen, Wintergerichte, Eintöpfe

– Ingwertee

– Apfelpunsch mit Nelken, Zimt und Ingwer

– Essenzstärkende Elixiere: No 10 oder No 12 für vier Wochen als Kur, No 7 für zwei Wochen.

– Einflussfasten

– Nachrichtenfasten

– Überflüssiges beseitigen

– Viel schlafen

– Schweigen

– Nichts tun