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Du kannst sein, was Du willst. Stimmt das?

Ein Gastbeitrag von Christine Li : „Du kannst sein, was du willst“, verspricht Spinne in meinem beliebten Seelenwärm-Buch „Zwerglein und Apfelbaum“ ihren „Gästen“. Die Gäste bekommen den magischen „Tausendbunten Saft“ und verfallen in glückliche Träume, während die Spinne sie seelenruhig in ihren Kokon einspinnt und frisst.

Träume, Lügen, Illusionen.

Seit einigen Jahren, für einige schon seit einigen Jahrzehnten werden nicht nur Parkplätze, sondern generell alles „beim Universum“ bestellt. Das Ganze ist sehr einfach, man muss sich einfach vorstellen, was man so haben will oder sein will, es eifrig visualisieren, aufmalen und auf Zettel schreiben (wie früher die Briefe an den Weihnachtsmann) und dann geht es in Erfüllung.
Wer da noch zögert, vielleicht weil sie oder er in der Kindheit keine so guten Erfahrungen mit dem Weihnachtsmann gemacht hat, wird milde lächelnd darauf hingewiesen, dass das Ganze ja schon längst von der Quantenphysik bewiesen worden wäre: Unser Bewusstsein formt die Materie. Außerdem ist alles irgendwie miteinander in Resonanz, was ja auch von der Physik bewiesen worden ist.
Also!

Da das Ganze dann im weiteren Verlauf bei vielen nicht so gut geklappt hat, gibt es inzwischen ganz viele Bücher, die erklären, warum es nicht geht, aber warum es dann eben doch geht, wenn man es richtig macht. Wichtig ist also zum Beispiel auch, dass man die Schwingung erhöht, also die Frequenz, weil wenn man höher schwingt, kriegt man ja auch höher schwingende Lieferungen vom Universum und diese höheren Schwingunen erfüllen dann all unsere extravaganten, gierigen, egogesteuerten Phantasien.
Wegen der Resonanz, die ja eben, wie gesagt, eine physikalische Tatsache ist.

Das. Ist. Schon. Alles. Irgendwie. Richtig.

(Die Physikerinnen unter uns, die dies hier lesen, und sich gerade die Haare ausraufen möchten, mögen mir verzeihen.)

Das Manifestieren braucht uns aber gar nicht weiter zu beschäftigen.

Warum? Ganz einfach: Der Vorschlag, uns einfach vorzustellen, was wir sein wollen und es dann einfach zu werden, kommt für die, die das hier lesen, ein bisschen spät.

Wir sind schon da. Wir haben uns das alles längst vorgestellt.

Nun sitzen wir hier, ein gigantischer, schwerfälliger Haufen längst kollabierter Quantenzustände, mit Warzen, Hammerzehen, Narben, splissigen Haaren, erstaunlichen Erfahrungen und einer ganzen Menge materieller Bedingungen um uns herum, die wir uns wohl irgendwie selbst geschaffen haben und aus denen wir dennoch irgendwie nicht wieder rauskommen.

Sich jetzt noch Zettel mit Affirmationen über die richtige Hautfarbe, Körpergröße oder Nationalität zu schreiben, wird nicht zu unserem Glück beitragen. Da helfen alle Motivationsvideos der Welt nichts. Es ist zu spät.

Können wir also nicht sein, wer wir wollen?
Doch. Wird sind es sogar schon. Eine riesige Menge Energie und Schöpfungskraft sind in genau diesen Menschen hineingeflossen, die oder der wir gerade eben sind. Wir sind ein Strom von Phantasie und Vorstellungskraft, die unaufhörlich in uns zusammenfließen und uns so immer weiter werden lassen. Ein Strom, der wächst und mächtiger wird- oder werden könnte- wenn wir nicht ständig daran herumbasteln würden.

Stellen wir uns einen Amazonas vor, der auf Facebook liest, dass der Rhein so einen tollen Rheinfall bei Schaffhausen hat, während er selbst träge durch irgendwelche langweiligen Urwälder fließt und gar nicht richtig weiß, wo er eigentlich anfängt oder aufhört. Der Rhein hingegen: klar umrissen in seinem tiefen engen Tal, umgeben von ehrwürdigen Burgen und dazu auch noch die Lorelei.
Wenn der Amazonas jetzt „the secret“ gelesen hätte, käme er am Ende noch auf völlig verzweifelte Ideen. Stattdessen freut er sich lieber an seinen Piranhas und Kolibris und schlängelt sich weiter durch seine rote Erde.

Erinnern wir uns an die Zeit davor, die Zeit der Unschuld!

Was hatten wir alles vor! Lieder singen. Gärten pflanzen. Tanzen. Die Wüste bewässern. Die Sprache der Schmetterlinge lernen.
Irgendwann ging uns die Puste aus. Ein Teil davon schon während der Geburt.
Dann machten uns Eltern, Schule und endlose Medienberieselung klar, dass alles an uns eigentlich ganz anders sein müsste.
Dann kamen Unfälle, Missbrauch, Missachtung, Trennungen, Gewalt und Chirurgie.
Unsere zwanzigste Diät und unsere siebte ernsthafte Beziehung.
Falsche Freunde.

Der falsche Beruf.
Selbsthass. Selbstoptimierung. Immer wieder.
Wir verloren unsere Seele und wurden zu einem Tummelplatz für fremde Ideen, Gedankenformen und Besessenheiten – vor allem mit Äußerlichkeiten, die auf irgendeine Weise die Liebe in unserem Leben vermehren sollen.

Wir dürfen jetzt mal Pause machen. Wir sind keine Baustelle. Wir sind schon ganz ok. Und Liebe bekommen wir nicht. Wir sind sie.
Machen wir doch einfach da weiter, wo wir sind und wie wir sind, statt unsere Phantasie und Kraft mit Affirmationen und Visualisationen zu verplempern.
Zwerglein ist eine unschuldige Seele und es hat einige Vorschläge für uns, wie wir dies anstellen könnten.

Zwergleins Vorschläge

1. Aufräumen und Annehmen. Bestandsaufnahme. Die Gedanken klären. Auch mal in die dunklen Ecken schauen. Sollten wir dort ein paar Eindringlinge und schlechte Angewohnheiten entdecken: nicht gleich schimpfen! Niemand wird gern ausgeschimpft. Auch wir selbst nicht. Lieber mal zuhören. Lächeln über unsere Schwächen und Fehler. Vielleicht sind es gar keine. Und wenn hinterher nicht alles so richtig blinkt – sei es innen oder außen. Das ist schon ok:

Dies ist, die wir sind, und wir haben sie einst genau so kreiiert.

2. Heilen und Ausruhen. Die Selbstbeschimpfung jetzt ganz abstellen. Lassen wir uns selbst einmal in Frieden. Wir haben uns genug angestrengt. Unsere Fehler und Schwächen mit Liebe betrachten. Niemand hat gesagt, wir müssten vollkommen sein. Das ist Narzismus.

3. Erinnern und loslassen: Niemals vergessen, wie klein und bescheiden wir sind. Unser Herz öffnen und uns daran erinnern, dass das Wasser alles vermag. Wir dürfen uns weniger überfordern und unter Druck setzen und dafür öfter unsere Freunde anrufen. Wir sind nur ein Tropfen. Aber wir sind Teil des Ozeans. Wir sind winzig klein. Aber wir sind nicht allein.

Wir müssen die neue Welt nicht bauen. Wir sind die Bausteine.

Wenn es uns gut geht und wir alle gut zusammenhalten, wird die Welt schön. Das klingt einfach, und das ist es auch.

Wenn Sie noch Bedenken haben, ist das auch gut. Aber grübeln Sie nicht zu viel. Grübeln schwächt die Mitte und damit das Immunsystem. Grübeln ist für die nächsten Monate, und vielleicht für immer, von mir, und damit ärztlich, untersagt.

Statt zu grübeln und schlecht zu fühlen, könnten Sie „Zwerglein und Apfelbaum lesen“.

Zwerglein ist ein magisches Naturwesen, das all die Dinge, die ich hier beschrieben habe, intuitiv weiß. Zwerglein ist eine reine Seele. Winzig klein und unendlich mächtig in seiner Unschuld.
Als im Winter 2017 die Naturwesen mir dieses Buch unter einer vereisten Schlehenhecke vorgeraunt haben, hieß es, ich solle es den Menschen in einer schwierigen Zeit geben.

„Zwerglein und Apfelbaum“ ist seit seiner Veröffentlichung zu einem beliebten Seelenwärmbuch geworden. Sie erhalten es in verschiedenen Editionen auf Amazon und Tolino. Mehr über das Buch erfahren Sie hier: https://www.christineli.de/zwerglein

“Christine Li hat das Geheimnis des Lebens in diesem kleinen Büchlein erfahrbar gemacht.” -lovelybooks

Ihr Gratis Buch-Geschenk

Nun ist, im Zeichen von Corona und Covid-19, jene schwierige und zugleich vielversprechende Zeit gekommen, in der das Buch seinen Beitrag leisten möchte. Ich wünsche mir, dass wir Menschen, als Gemeinschaft gestärkt und weiser als zuvor aus unserer Quarantäne hervorkommen. Ich wünsche mir, dass die Welt endlich der Ort wird, von dem wir alle träumen. All meine Kraft und mein Qi gehen in diesen Wunsch.

Da ich weiß, dass so viele Menschen genau den gleichen Wunsch im Herzen halten, sehe ich, wie wir jetzt gemeinsam das Manifestieren meistern werden.

Um uns alle in der schwierigen Zeit der Vorbereitung auf eine neue Welt zu inspirieren, reiche ich nun „Zwerglein und Apfelbaum“, das Geschenk der Naturwesen, als „Sonderedition für Freunde“ weiter.

Klicken Sie hier und (lesen Sie es gratis).

„Dieses kleine Büchlein ist so zart, so unschuldig und so voller Leben wie ein kleiner Spatz, den man in seiner Hand hält.”
-lovelybooks

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