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Chaos abschütteln - Transformation erwarten

Inhalt:
  1. Chaos abschütteln
  2. Ein Geschenk der Götter?
  3. Was ist eigentlich Transformation?
  4. Chinesische Weisheiten
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Ostern steht vor der Tür - und Ostern ist Transformationszeit. Pflanzen kommen aus der Erde und Blätter und Blüten treten in Erscheinung.
Und da auch wir Teil der Natur sind, spüren auch wir den Ruf aus den engen Wänden heraus zu treten. Manch eine möchte gleich aus der Haut fahren in dieser Situation der Enge, die nach Erweiterung und Heraustreten drängt.
(Eine Situation für das Elixier No 5 )

Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen, sagte schon Anaïs Nin




1. Chaos abschütteln

Da sind so viele Gedanken und viele dieser Gedanken versetzen den Körper in Angst und Schrecken. Und dann sind die Gedanken auch noch widersprüchlich.
Soll ich dies oder soll ich das? Sowieso hat gesagt... und sawieso sagt...

Schauen wir zur Orientierung in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte. Eine Geschichte von Macht, Ohnmacht und Revolutionen. Hoffnung und Fortschritt.
Schon immer war es ein beliebtes Herrschaftsinstrument Angst und Schrecken zu verbreiten. Dafür wirst du in der Hölle schmoren, hieß es früher. Und die Menschen glaubten es! Das ist heute kaum noch vorstellbar.
Schon immer bekamen Menschen die anders dachten, Schwierigkeiten wenn sie ihre Sicht der Dinge aussprachen.
Und sie dreht sich doch, sagte Galileo Galilei und wurde in den Kerker geführt.

Wandlung ist das wesentliche daoistische Prinzip. Tag wird zur Nacht und Nacht wird zum Tag.
„Wenn die Nacht am tiefsten, ist der Tag am nächsten“, sangen Ton Steine Scherben. So wie Laotse sagte: Das Biegsame wird überleben, das Starre wird untergehen.

Momentan ist die Nacht am tiefsten. Transformation steht bevor.
Transformation geschieht. Transformation ist niemals durch Aktionismus voran gebracht worden.
Die Blume öffnet sich von selbst und unter Einfluss der Sonne, nicht durch Hilfestellung. Wer an der Knospe herumpullt, zerstört sie.

Chaos abschütteln gelingt durch Bewegung. Im Körper und im Geist. Körperlich durch Sichschütteln, Tanzen, Wandern, Yoga. Malen und Hefeteig kneten.

Und es gelingt durch anders denken.
Ereignisse können Geschenke sein, auch wenn es zunächst ganz anders aussieht.
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2. Ein Geschenk der Götter?


Was, wenn der Virus in ein Geschenk der Götter ist?

Und wenn in diesem Geschenk das grelle Licht verborgen ist. Ein Licht, dass mit der Zeit immer heller wird und alle dunklen Winkel ausleuchtet. Womöglich bringt es das Helle im Menschen und das Dunkle im Menschen zum Vorschein. Wenn wir es denn in hell und dunkel bewerten wollen.
Es zeigt die Ursachen von Krankheit und Elend. Denn es sterben vor ihrer Zeit, in der Mehrzahl die, die besonders arm sind. So leuchtet dieses Licht und zeigt deutlich wie ungleich der Wohlstand in unserer Welt verteilt ist – und damit auch die Gesundheit und die Lebenserwartung.
Und es lockt die unerlösten Anteile in uns, nach außen zu treten. Da ist der innere Blockwart, der die Polizei ruft, wenn Jugendliche auf die Idee kommen, sich im Park zu treffen. Da kommt die Gier hervor, extra Gewinne zu machen, wenn dies durch Machtstellung möglich scheint. Es lockt die Lust, über andere zu bestimmen..
Und vor allem zeigt sich die Angst. Angst vor dem Tod. Und Angst, das auszusprechen, was offensichtlich ist.
(Eine Situation in der es gut ist die Nierenenergie zu stärken, zum Beispiel durch No 10 oder durch No 12.)
Und es zeigt sich Hilflosigkeit.
Was, wenn sich im Eingeständnis der Hilflosigkeit ein Schatz verbirgt?

Neue Kleider

In dem Märchen "des Königs neue Kleider" lief der König am Ende nackt durch den Palast und glaubte er trüge eine besondere Mode. Keiner am Hof wagte etwas zu sagen. Nur ein Kind kam daher und rief: der König ist nackt, der König ist nackt.

Lassen wir uns doch von dem Kind an die Hand nehmen und mit ihm schauen, was sonst noch auf uns wartet.

Warten wir auf das Osterwunder.


Es ist alles da. Es braucht nur Anhalten und Schauen. Die Weiden blühen, mit flauschigen Kätzchen. Die Elstern fliegen mit kleinen Zweigen im Schnabel.
Die Wolken ziehen am Himmel. Und dabei fällt mir gerade einer meiner Lieblingswitze ein:

Treffen sich zwei Planeten im Weltall..

Na wie geht es dir, fragt der eine.
Ach gar nicht gut, antwortet der andere.
Was ist denn los, fragt der erste.
Ich habe Homo sapiens, jammert der andere.
Ach, antwortet der erste, das ist nicht so schlimm. Das hatte ich auch mal. Das geht vorüber.

Zurück zur Blume. Sie denkt nicht darüber nach, ob sie blühen soll, es geschieht ihr einfach. (Dazu passen die Elixiere No 3 und No 9).

3. Was ist eigentlich Transformation?

Ein wesentliches Merkmal der Transformation ist, dass sie geschieht (und nicht gemacht wird) – und dass ihre Entwicklung offen ist. Eine Transformation ist also nicht zielgerichtet. Weiterlesen



4. Fernöstliche Weisheiten

Ein Fürst hatte einen Botschafter an Dschuang Dsi gesandt, um ihn zu sich einzuladen.
Dschuang Dsi empfing den Gesandten und sprach:
“ Habt Ihr schon einmal einen Opferstier gesehen? Er wird bedeckt mit köstlichen Stickereien und wird gemästet mit Gras und Kräutern. Aber wenn es dann so weit ist, dass er zum Tempel geführt wird, da möchte er wohl gerne mit einem verwaisten Kalb tauschen. Aber dann ist es zu spät.“
Dschuang Dse

Gibt´s was zu freuen, freue dich daran –
Wir dürfen wahrlich keine Zeit verschwenden!
Hanshan

Die Kaiserin ist nicht Everybody´s Darling
aus: Die Geheimnissse der Kaiserin


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